Warum Algorithmen eine neue Ära der Segregation einläuten könnten

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Wir leben in einer Welt voller Diener. Nicht Diener im klassischen Sinne. Vielmehr ist unser Leben voll von digitalen Dienern, die uns ihre Dienste in Form von Algorithmen anbieten. Von der Auswahl der Partner, der Kleidung, des Urlaubs bis hin zum Entdecken von neuer Musik und der Auswahl von Essgewohnheiten helfen uns Algorithmen das zu finden, was wir bereits mögen und somit gut zu uns passt. Und mit jeder dieser Entscheidungen trainieren wir die Algorithmen noch mehr von dem zu finden, was uns bereits vertraut ist.

Auf der individuellen Ebene mag das Nutzen von solchen Algorithmen für viele Sinn ergeben. Warum sollte man schließlich nicht Tools nutzen, die einem das Leben leichter machen und dafür sorgen, das man das bekommt, was einem gefällt?

Nun, wenn man sich einmal anschaut, was dieses individuelle Verhalten auf der Makroebene bedeutet, erkennt man wie Algorithmen zu einer neuen Ära der Segregation führen können – nicht mehr mit Blick auf race, sondern mit Blick auf das Einkommensniveau, das Bildungsniveau, Wohnorte, Durchmischung auf der Arbeit, etc…

Was also als individuelle, digitale Entscheidung beginnt, manifestiert sich in der physischen Welt zu einer echten gesellschaftlichen Entmischung. Wenn Algorithmen nämlich nur noch die Menschen zusammenführen, die gut zueinander passen, dann führt das unweigerlich zu einer geringeren Durchmischung von Gesellschaften.


FYI
Der Verfasser des Videos, Tyler Cowen, ist US-amerikanischer Ökonom, Professor für Wirtschaftswissenschaften an der George Mason University und Blogger. Zudem ist Cowen Direktor des Think-Tanks Mercatus Center, das mehrheitlich von den Koch-Brüdern finanziert wird.

Über den Autor

Martin

Hi, mein Name ist Martin Giesler. Ich bin Journalist und Blogger. Meine Beats: Social Media, Technologie und Gesellschaft. 2013 habe ich das Social Media Watchblog gegründet. Hier erfährst du mehr über mich.