Die Strategie hinter den Umbrüchen im US-Medienmarkt

Martin

Was ist: Der US-Medienmarkt befindet sich gerade in einem ziemlich krassen Umbruch: reihenweise verkaufen Medien-Mogule ihre Firmen an Telekommunikationsanbieter oder noch größere Medienunternehmen.

Die Idee dahinter ist stets die gleiche:

  • Es gilt eine direkte Verbindung zum Nutzer aufzubauen
  • Inhalte sind dabei Mittel zum Zweck
  • Um (a) entweder Verträge über Mobilfunk oder Internetanschlüsse zu verkaufen
  • (b) Abos an den Mann / die Frau zu bringen
  • (c) Oder Werbung möglichst zielgenau auszuspielen

Stichwort Targeting: Gerade mit Blick auf die Ausspielung von zielgenauer Werbung, ein Geschäft, das ansonsten vor allem von Google und Facebook dominiert wird, sehen Telekommunikationsunternehmen wie AT&T ein riesiges Potential – kein Wunder, wissen sie doch so viel über ihre Kunden, dass sie einer der Lieblingspartner der NSA sind. Aber letztlich ist das auch das Erfolgsgeheimnis von Netflix und Amazon – je mehr die Unternehmen über ihre Kunden wissen, desto besser können sie ihre eigenen Produkte auf die Konsumwünsche der Nutzer ausrichten.

Das Problem dabei: Je nachdem welches Geschäftsmodell am erfolgreichsten ist (A,B oder C), verkommen Inhalte damit nur noch zur Marketingmaßnahme, um neue Kunden für die Datenverträge zu gewinnen.

Plus: Diese Grafik von recode zeigt sehr gut, wie es um das aktuelle Marktvolumen der jeweiligen Unternehmen bestellt ist und wo sich neue Zusammenschlüsse auftun – etwa zwischen AT & T und Time Warner, sowie zwischen 21st Century Fox und Disney.