drinking today means borrowing happiness from tomorrow

Martin

wer auf die dreißig zugeht oder gerade auf das ende des studiums zusteuert, dürfte das kennen: saufen ist nicht mehr das, was es mal war. der kater bleibt jetzt mindestens zwei tage. deshalb unbedingt schon am freitag losziehen. dann stehen die chancen gut, dass am montag die schmerzen weitesgehend vorüber sind.

je länger allerdings die 30 oder das ende des studiums zurückliegt, desto größer werden die schmerzen jedes mal. wer dann noch ausgeht, heult alle voll. tagelang.

doch mit alkohol aufhören? so ganz? oder zumindest mal nur für ein jahr? für die allermeisten kaum vorstell- und nur schwer realisierbar. kein wunder. unsere gesellschaft ist voll auf alk. beim geburtstag der tante kriegt opa schon um 12h sein erstes pils, der rest stößt mit sekt-o-saft-schorle an. die kinder kriegen kinderpunsch. der kuchen schmeckt nach cognac und die kekse nach amaretto.

nur ein beispiel. aber eins das symbolhaft für die nach alk-riechende wohlstandsgesellschaft steht, in der wir uns bewegen. als ich vor einiger zeit einmal für ein halbes jahr jeglichen alkohol verweigerte, hätte das verständnis vielerorts kaum geringer ausfallen können. ständige nachfragen und sticheleien gehörten dazu wie der aperol zum spritz.

deshalb mein vorschlag: probiert das mal aus! ehrlich. mach ein projekt daraus! nix saufen 2017. die einzige challenge, an der nur du etwas verdienst. dein körper und dein kopf werden es dir danken.