Slow Media 2017 | Newsletter 01/2017

Martin blog, newsletter, pro

Hi, mein Name ist Martin Giesler. Ich bin Journalist und Blogger. Eigentlich habe ich Dokumentarfilm studiert, aber das ist eine andere Geschichte. Du hattest dich jedenfalls irgendwann einmal für diesen Newsletter eingetragen. Danke dafür! Ich hatte ja auch schon viele verschiedene Ideen, was ich mit ihm anstellen möchte, aber erst dieses Jahr wird daraus eine richtig ernste Beziehung!

Der Grund dafür ist simpel: Ich verabschiede mich von Social Media. Naja, zumindest ein wenig. Nicht komplett, ist klar. Schließlich verdanke ich Facebook und Twitter meine Karriere (Übrigens auf eine Art und Weise, die ich im nächsten Newsletter besprechen möchte). Aber ein wenig kehre ich Social Media schon den Rücken. Lasst es mich erklären:

Zum Ende des letzten Jahres hatte ich einen Artikel mit 99 Gedanken zu Social Media und Journalismus publiziert. Der Blogpost hatte unglaublich Welle gemacht und auch mit Blick auf mein Job-Gesuch sagenhaft gut funktioniert. Vielen Dank an dieser Stelle noch einmal an alle, die den Artikel geteilt und weitergeleitet hatten. 

An mehreren Stellen habe ich in dem Artikel darauf aufmerksam gemacht, dass es 2017 wohl noch voller werden wird: noch mehr direktes Publizieren auf Social, noch mehr Inhalte, noch mehr Video, noch mehr Mitbewerber. 

Ich habe nun für mich persönlich den Entschluss gefasst, als Blogger / Journalist, bei diesem rat race nicht weiter mitzumischen. Vielmehr halte ich es an dieser Stelle wie Seth Godin, der schreibt: "Don't try to do things when everyone else is doing them. (…) The harder it is to resist the pressure to join the crowd, the more it's worth."

Mein Slow Media Menü für 2017 wird daher wie folgt aussehen: 

1. Montags verschicke ich meinen persönlichen Newsletter mit Analysen und News zu Social Media, Journalismus, Digitalisierung und Gesellschaft. Ausgeruht und fundiert.

2. Daneben werde ich fortan wieder auf martingiesler.de all das verbloggen, was mir auf meiner Reise durch das Internet begegnet. Das kann was mit Social Media und Journalismus zu tun haben, muss aber nicht. Eventuell geht es auch um Webkultur, Sport, Yoga, Meditation, lifehacks oder andere schöne Dinge, die mich interessieren – egal wie es auf Social performed. Wem das gefällt, der kann gern mein Blog abonnieren – via Fanpage oder RSS.

3. Tagesaktuelle News und Debatten rund um Social Media werde ich dieses Jahr jedenfalls nicht mehr auf Twitter, Facebook oder in meinem Blog teilen und kommentieren – einfach zu viel huzzle. Wer an tagesaktuellen News interessiert ist, abonniert am besten unseren stets frisch per Hand kuratierten Newsletter vom Social Media Watchblog.

Wait, but why? Ich kann mir gut vorstellen, dass wir uns irgendwann einmal an dieses Jahr mit Bauchschmerzen zurück erinnern werden. Die Wahlen in Frankreich, die Bundestagswahl in Deutschland, der Beginn der Präsidentschaft von Trump  – es wird laut werden auf Social. Und hässlich.

Allen voran auch durch Journalisten und journalistische Angebote, die mit Schaum vorm Mund darum ringen, die Deutungshoheit für sich zurück zu gewinnen. Wenn wir uns aber nur noch darauf verstehen, die Welt im Rausch von 140 Zeichen zu erklären, bleibt vieles im Unklaren.

Vielleicht hilft es daher, wenn wir uns alle persönlich ein Stück weit dem großen Ausverkauf der Aufmerksamkeit verweigern.

-m-

Meine Analysen als Newsletter (immer Montags)

Immer Montags erscheint ein ausführlicher Artikel von mir, der sich stets an der Schnittstelle von Social Media, Journalismus und Gesellschaft bewegt. Dieser Newsletter wird von über 1.000 Medienmacher gelesen. Wenn du magst, kannst du ihn direkt hier abonnieren:

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