Streamlining

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Am Anfang des Jahres hatte ich mir eigentlich zum Ziel gesetzt, dieses Jahr unter das Motto Slow Media zu stellen. Das hat nur so halb gut geklappt.

Während ich die ersten paar Monate noch streng unter dem Eindruck meiner Elternzeit Twitter und Facebook so gut wie keinen Raum gegeben habe, nahm die Nutzung eben jener Kanäle zur zweiten Hälfte des Jahres wieder ordentlich an Fahrt auf.

Das hängt in aller erster Linie damit zusammen, dass ich die beiden Plattformen beruflich nutzen muss: einerseits um zu verstehen, wie die Plattformen gerade funktionieren und andererseits um darüber Aufmerksamkeit in eigener Sache zu generieren. Beides kostet Zeit und Nerven.

Durch die Wiederaufnahme des Social Media Watchblogs Ende August kamen dann noch die täglichen Briefings und das Pflegen, bzw. der Aufbau der Marke Social Media Watchblog hinzu – zusätzliche Herausforderungen, zeitlich und inhaltlich.

In den kommenden Monaten werde ich das anders gestalten müssen. Zu viel Zeit geht bei der Erstellung der Briefings und der Verteilung und Diskussion via Social drauf. Zu gering ist das Wachstum der Nutzerzahlen. Auch schätzen meine Leser meine Analysen mehr als die täglichen Briefings.

Und: Zu wenig kommt am Ende dabei herum. Über Steady bekomme ich aktuell von 135 Unterstützern 350,99 Euro auf mein Steady-Konto. Nach Abzug der Steady-Gebühren, der Steuern und der Kosten für die Zahlungsmittel landen etwas mehr als 200 Euro auf meinem Konto. Das ist für 4-5 Stunden Arbeit täglich natürlich viel zu wenig.

Dazu kommen zwar noch die Gelder durchs Sponsoring – aber meinen Lebensunterhalt kann ich damit noch lange nicht finanzieren. Auch ist das Sponsoring-Modell, so wie es aktuell funktioniert, zu unsicher, es bedarf eines festeren Partners oder einer anderen Rangehensweise.

Mit Blick auf das neue Jahr werde ich also einiges umstellen müssen. Ob ich wirklich noch ein tägliches Briefing mit News leisten kann, ist fraglich. Letztlich bindet es zu viele Kapazitäten und trägt zu wenig zu meinem Einkommen bei.

Von daher gehe ich eher davon aus, dass ich mich 2018 neu aufstellen werde: Weniger Zeit in ein tägliches Briefing investieren, mehr Zeit für tiefgründige Analysen und Recherchen aufbringen. Plus andere journalistische Projekte und Tätigkeiten.

Meinen Steady-Abonnenten werde ich jedenfalls zeitnah Bescheid geben, wie es im neuen Jahr weitergeht! Keine Frage.

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