Twitter Moments: Wertlos

Martin

Twitter hatte im Oktober 2015 ein neues Feature mit dem Namen Momentseingeführt. Ziel und Zweck von Moments ist es, Nutzern auf Twitter bestimmte Ereignisse über die Zusammenstellung von entsprechenden Tweets abzubilden.

Twitter wollte damit erstens (neuen) Nutzern einen besseren Überblick über all die Inhalte verschaffen, die auf Twitter abgedeckt werden — im besten Fall nämlich alle nachrichtlich relevanten Ereignisse des Tages. Zweitensreagierte Twitter damit auf den vermeintlichen Erfolg von Snapchat Discoverund die Event-Funktion bei Instagram.

Bislang stehen Twitters Moments nur Nutzern zur Verfügung, die Twitter „auf englisch“zu nutzen. Nach über drei Monaten muss ich feststellen, dass Twitters Moments für mich überhaupt keine Relevanz haben:

Weder habe ich Twitter Moments aktiv genutzt, noch bin ich von anderen Twitter-Nutzern auf Moments via Verlinkung hingewiesen worden.

Dabei sind Moments eigentlich eine smarte und spannende Möglichkeit, Usern direkt auf Twitter Stories zu präsentieren. Smart deshalb, weil Twitter einfach sich zu Nutze macht, was wir User auf Twitter alles anbieten (Quotes, Fotos, Vines, Videos, Grafiken, Text, etc.). Spannend, weil das Aggregieren von Tweets zu einem bestimmten Thema durchaus eine neue Form der Informations-Präsentation darstellt.

In der Praxis kommen die Moments aber häufig etwas wirr daher. Wer auf den folgenden Tweet klickt:

… wird eine Zusammenstellung von Tweets finden, die keine wirklich konsistente Geschichte erzählen. Zudem beschneidet Twitter bei Moments manchmal auf eigenartige Weise die Möglichkeit, sich zu den eigentlichen Geschichten durch zu klicken.

So bleibt Moments über drei Monate nach der Einführung ein Feature, das für Heavy-User wie mich keine wirkliche Relevanz hat und mit Blick auf die stagnierenden Nutzer-Zahlen scheint es wohl auch kein Feature zu sein, das neue Nutzer locken würde.